
Zins und Rendite haben auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nichts von ihrer Bedeutung verloren. Auch in einer gesamtwirtschaftlichen Krisensituation ist es möglich, den privaten Vermögensaufbau voranzubringen.
Die Volksbanken und Raiffeisenbanken können dieses Vorhaben vielseitig unterstützen. Sie sind ein sicherer und ein verlässlicher Partner eines jeden Menschen. Die einzelnen Genossenschaftsbanken zeigen sich gerade auch in diesen schwierigen Zeiten als krisenfest. Sie stehen auf einem soliden Fundament, weil sie sorgsam mit dem Geld ihrer Kunden – die zu einem großen Teil gleichzeitig auch Mitglieder, also Teilhaber, ihrer Bank sind – gewirtschaftet haben.
Trügerische Sicherheit: Sparstrumpf und Gold
Die Berater in den jeweiligen Banken haben natürlich Verständnis, wenn Kunden angesichts teils sinkender, teils stark schwankender Börsenkurse und unter dem Eindruck der vielen tagtäglichen Negativnachrichten über Banken, Börse und Beträge verunsichert sind. Bargeld im hauseigenen Sparstrumpf zu horten ist jedoch keine passable Lösung, um sein Geld sicher zu verwahren. Selbst wenn kein Dieb das Versteck entdeckt, nagen die allgemeinen Preissteigerungen ungeschmälert am Wert des Geldes, wenn es keine Zinsen bringt.
Typisch für wirtschaftlich turbulente Zeiten ist das sprunghaft steigende Interesse an Gold. Viele betrachten Gold als klassische Krisenwährung. Unter nüchternen Renditegesichtspunkten ist Gold aber auch in Krisenzeiten keine Ideallösung. Zur Zeit der Ölkrise 1980 hatte der Goldpreis für eine Unze in der Spitze rund 850 US-Dollar betragen. In der Zwischenzeit bis zum jüngsten Allzeithoch von rund 1.000 US-Dollar sank der Goldpreis jedoch um mehr als zwei Drittel auf zeitweise nur rund 250 US-Dollar. Eine auch nur einigermaßen verlässliche Entwicklung seines Wertes gibt es bei Gold demnach nicht, ebenso wenig wie eine Verzinsung des Anlagebetrags in Gold. Zudem wird Gold in Dollar gehandelt. Es besteht also auch noch ein Währungsrisiko. Vor diesem Hintergrund ist Gold allenfalls als Beimischung innerhalb eines breit gestreuten Anlagevermögens geeignet.
Echte Sicherheit: Sparanlagen
Am verlässlichsten aber ist es – besonders in Krisenzeiten –, sich nur mit Anlagen zu befassen, die eine zuverlässige Wertentwicklung erwarten lassen, die also bereits vorherseh- und abschätzbare Zinsen und Rendite bringen. Eine gute Anlage sind Spar- und Termineinlagen. Sie unterliegen keinen Kursschwankungen, der Anleger kann über sein Geld zum vereinbarten Termin – einschließlich Zinsen und Zinseszinsen – verfügen.
Genauso sicher sind selbstverständlich auch Sichteinlagen. Das sind die Guthaben auf Tagesgeld- oder Girokonten, die jederzeit verfügbar sind, sowie Einlagen ohne Kündigungsfrist.
Geld, das nicht kurzfristig für den Lebensunterhalt und die laufenden Zahlungen benötigt wird, muss nicht auf dem Girokonto bleiben. Man kann es höher verzinst mit einer festen Laufzeit anlegen. Die Banken bieten für jede Anlagesumme und Laufzeit passende Lösungen an. Es gibt auch interessante Ansparprodukte, die den systematischen Aufbau eines attraktiven Vermögens ermöglichen. Ein Herzstück eines jeden Sparvorhabens ist der sogenannte Banksparplan, mit dem ganz leicht ein stattliches Vorsorgekapital aufgebaut oder die nächste große Anschaffung vorbereitet werden kann. Hier werden regelmäßig Sparbeträge einfach und bequem vom Girokonto abgebucht, auf dem Sparplan angesammelt und zu fest vereinbarten Sätzen verzinst. Ganz klar: Banksparpläne sind rundum sicher. Sie unterliegen keinen Kursschwankungen, und die Rückzahlung des angesparten Vermögens wird in voller Höhe nebst Zinsen und Zinseszinsen garantiert.
Über die individuelle Ausgestaltung dieses sicheren und zugleich lohnenswerten Sparkonzepts informiert Sie Ihre Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Sparprodukte, die Ihre Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort bereithält, wie etwa Produkte mit Zinssätzen, die über die Laufzeit hinweg steigen, oder attraktive verzinste Möglichkeiten zur Anlage einer Geldreserve „für alle Fälle“. Am besten, Sie gehen auf Nummer sicher und lassen sich umfassend informieren.
Gibt Sicherheit: private Altersvorsorge
Ohne private Altersvorsorge tut sich im Alter eine Versorgungslücke auf, die ein Leben mit dem gewohnten Standard unmöglich macht. Um die negativen Folgen der vom Gesetzgeber beschlossenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rente abzuschwächen, fördert der Staat verschiedene Formen der privaten Altersvorsorge mit Zulagen oder Steuervorteilen. Diese Förderung nicht zu nutzen heißt, Geld zu verschenken. Bei der Wahl der Vorsorge, die für die persönlichen Verhältnisse am besten geeignet ist, helfen die Berater in den Volksbanken und Raiffeisenbanken. Welche Variante der Kunde auch immer wählt: Die geleisteten Beiträge – einschließlich der staatlichen Zulagen – stehen zum Beginn der Rentenphase garantiert zur Verfügung, unabhängig vom Verlauf des Kapitalmarkts. Zumeist reichen die staatlich geförderten Produkte jedoch nicht aus, um die spätere Versorgungslücke zu schließen. Auch zum systematischen Vermögensaufbau ist eine Beratung durch die Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort zu empfehlen.
Selbstsicherheit und Anlagesicherheit
Klare Ziele erleichtern den Anlageerfolg
Eine überdurchschnittliche Rendite ohne jedes Risiko zu erzielen bleibt ein Wunschtraum. Erträge renditeorientierter Anlagen heißen deshalb auch „Risikoprämien“. Wem ein sicheres, stetiges Wachstum seiner Anlagen wichtig ist, der setzt auf den Zinseszinseffekt kursneutraler Anlageformen, der mit zunehmender Anlagedauer auch eine beachtliche Dynamik entfaltet. Doch auch mit einer risikofernen Grundeinstellung ist es nicht abwegig, wenigstens einen kleinen Teil des Vermögens in eher spekulative Anlagen – Aktien und Aktienfonds – zu investieren. Bei einem langfristigen Anlagehorizont und mehr Mut zum Risiko kann der Anteil dieser Investments größer sein. Aber auch in diesem Fall gilt die Regel: nicht alles auf eine Karte setzen, sondern auf eine breit gestreute Vermögensstruktur achten.
Jeder Anleger muss sich im Laufe seiner „Karriere“ immer wieder die Frage nach seinen Zielen stellen. Diese wechseln in Abhängigkeit von Alter, privater und beruflicher Situation. Sich stets die folgenden drei Fragen eindeutig beantworten zu können, macht die Auswahl der richtigen Anlageformen wesentlich einfacher: Was will ich erreichen? Was lassen meine wirtschaftlichen Verhältnisse zu? Welches Risiko bin ich bereit einzugehen?
